Die Produktion von Reality-TV-Shows erfordert ein tiefgreifendes und schnelles Verständnis der sich entwickelnden Handlungen sowie die Fähigkeit, diese unter Zeitdruck in ausgefeilte, fesselnde Episoden umzusetzen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, warum dies eine Herausforderung ist, wie dies aktuell mit hohem manuellem Aufwand gelöst wird und wie wir durch unsere Zusammenarbeit eine echte Verbesserung dank KI erreichen möchten.
Der Bedarf an schnellem Intellekt: Was geschieht gerade wo?
Einige dieser Formate basieren auf dem Prinzip der Feedbackschleifen: Ereignisse geschehen, sie werden gefilmt, und sie müssen nahezu parallel in der Postproduktion verstanden und umgesetzt werden. Bei diesen Near-Live-Produktionen müssen Produzenten und Redakteure täglich die Dynamik der Darsteller, Allianzen und emotionalen Höhepunkte im Blick behalten.
In der Praxis wird das Chaos bereits vorgefiltert: Von bis zu 60 Kameras werden nur einige Streams tatsächlich aufgezeichnet – basierend auf den Entscheidungen im Control Room. Dort priorisieren Control-Room-Produzenten und Associates, welche Geschichten Aufmerksamkeit verdienen, und weisen so die knappen Aufnahmekapazitäten zu.
Parallel transkribieren Logger:innen das Geschehen live, versehen es mit Timecodes, Personen- und Ortszuordnungen sowie Stimmungsbeschreibungen. Diese Logs sind unverzichtbar, aber zeitaufwendig und größtenteils manuell. Zur Weitergabe erstellen Associates zusätzliche Übergabe-Dokumente mit Zusammenfassungen und Story-Hinweisen. Dieses fragmentierte System verlangsamt den Workflow und erzeugt Redundanzen.
Andere Formate streamen rund um die Uhr Live-Feeds, die oft leicht verzögert oder bearbeitet werden, um die narrative Kohärenz sicherzustellen und rechtliche Risiken zu vermeiden. Dies zwingt die Produktionsfirmen zu Sekunden schnellen, aber wohlüberlegten Entscheidungen, welches Material versendet oder verworfen wird. Der Tod eines französischen Social-Media-Stars während eines Live-Streams hat sogar das französische Medienministerium auf dieses Problem aufmerksam gemacht – ein deutlicher Hinweis auf die Bedeutung von schneller Reaktionsfähigkeit.
Herrin des Chaos: Von den Rushes zu den Story Beats
Die schiere Menge an Rohmaterial – oft Hunderte von Stunden aus mehreren Kameras – muss in handlungsfähige Storylines übersetzt werden. Derzeit stützen sich Cutter:innen dabei auf eine Kombination aus Live-Logs, Transkripten und Übergabedokumenten.
Story-Produzenten spielen eine entscheidende Rolle, indem sie Schlüsselmomente markieren und diese in den Schnitt einspeisen. Dubidot ermöglicht bereits, relevante Inhalte zu markieren und Metadaten an Schnittplätze zu senden, wo Proxies mit den RAW-Aufnahmen kombiniert werden.
Doch die Realität zeigt: Dieser engmaschige, aber fragmentierte Workflow lässt wenig Raum für ausgefeilte Erzählstrukturen.
Wie man Zeit gewinnt und bessere Formate ermöglicht
Die Reality-TV-Landschaft boomt weiterhin, aber die Arbeit unter Druck ist herausfordernd. Dubidot ermöglicht, relevante Inhalte zu markieren und Metadaten an Schnittplätze zu senden, wo Proxies mit den RAW-Aufnahmen kombiniert werden. Durch die Zusammenarbeit mit Dubidot und DeepVA adressieren wir die Herausforderungen:
- Zu viel manuelle Transkription und Annotation
- Redundante Übergaben (Systeme ohne Schnittstellen)
- Zu wenig Zeit für kreativen Schnitt
Unsere gemeinsame Lösung gibt Produzenten und Redakteuren intelligente KI-Tools an die Hand, die ihnen mehr Zeit für Storytelling, klügere Entscheidungen und effizienteres Arbeiten verschaffen.
Der Ansatz – KI als Enabler
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Stream-Segmentierung:
Dubidot teilt die Live-Streams in Segmente und sendet sie sofort zur Analyse an DeepVA.
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KI-gestützte Analyse:
DeepVA verarbeitet die Segmente mit benutzerdefinierten Datensätzen für Gesichts- und Spracherkennung, Transkription und semantische Szenenanalyse.
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Strukturierte Metadatenbasis:
Anstelle verstreuter PDFs und Google Docs entsteht eine kontextbezogene Shotliste mit Markierungen der Story-Produzenten, ergänzt durch strukturierte, maschinenlesbare Metadaten.
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Intelligente Verankerung im MAM:
Die durch DeepVA generierten Informationen werden in der Dubidot-Datenbank direkt den jeweiligen Medienobjekten zugeordnet. Durch diese Verknüpfung entsteht ein intelligenter Workflow, in dem KI-Daten dauerhaft auffindbar, wiederverwendbar und für kreative wie organisatorische Entscheidungen nutzbar sind, alles in einer Oberfläche.
Das ermöglicht:
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Schnellere und präzisere Entscheidungen vor Ort und im Studio.
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Automatisierte Berichte oder Warnmeldungen für kritische Ereignisse oder rechtliche Prüfungen.
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Wiederverwendung derselben Custom KI-Datensätze in Produktion und Postproduktion, dank der DeepVA Composite AI-Plattform.
Mehr als Effizienz
Das unmittelbare Verständnis des Geschehens ermöglicht es Redakteuren und Produzenten, sich stärker auf die Geschichte zu konzentrieren. Die Metadaten können auch dramaturgisch genutzt werden – für gezieltere Entscheidungen, für Ad Placement oder in einer weiteren Entwicklungsstufe für schnellere Social-Media-Inhalte nahezu in Echtzeit.
Und wichtig: Bei keinem dieser Schritte verlassen die Daten die Server oder Festplatten der Produktionsfirma oder des Senders – dank der souveränen KI-Lösungen von DeepVA und einem sicheren Media-Asset-Management von Dubidot.
Interessiert?
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